Erweiterung Sanktionsmonitoring

Auftrag

Der Kunde, ein international führender Industrieversicherer, hatte bereits eine Software für die Identifikation und das Monitoring von Sanktionsverletzungen eingeführt. Die notwendigen Voraussetzungen für die Überführung der Software in den Regelbetrieb, wie Nutzeranlage, Trainings, Abstimmungen mit IT-Support waren jedoch noch nicht erfüllt. Zusätzlich benötigte das Unternehmen die Integration weiterer Versicherungsbestände aus Asien und Nordamerika in das automatisierte Sanktionsscreening. Für den operativen Betrieb der Trefferanalyse sollte eine zentrale Einheit aufgebaut werden.

Umsetzung

Zunächst musste eine revisionssichere Prozessbeschreibung und Anwendungs-Dokumentation aufgebaut und abgestimmt werden. Insbesondere für die Inbetriebnahme der Anwendung waren Betriebsdokumente zu erstellen und mit verschiedenen Stakeholdern, wie Datenschutzbeauftragten, IT-Security Officern und IT-Betriebsverantwortlichen abzustimmen. Die zentrale IT-Betriebssupporteinheit wurde geschult und Informationen für die Lösungsdatenbank bereitgestellt. Mit der Scope-Erweiterung zum Screening weiterer Kundenportfolios in Asien und Nordamerika wurden sämtliche regulatorischen Anforderungen, die Anforderungen aus den Geschäftsprozessen und der IT abgefragt, konsolidiert und mit dem Applikationsstandard abgeglichen.

Die Umsetzung der Erweiterung erfolgte im klassischen Projektmanagement nach PRINCE2-Standard. Mit dem Go-Live konnten mehr als 4 Millionen Kundendaten regelmäßig vollautomatisiert gescannt werden. Der Aufbau eines zentralen Alert Handling Teams in Indien, welches den Hauptteil der Überprüfungsaufgaben von den Betriebs- und Compliance-Verantwortlichen abnehmen konnte, erfolgte parallel. Dazu wurden umfangreiche Trainings vor Ort durchgeführt und entsprechendes Schulungsmaterial und Arbeitsanweisungen zur Verfügung gestellt. Für alle anderen Nutzer in der 1st und 2nd Line of Defence wurden mit der Einführung der Softwarelösung ebenfalls weltweit Anwenderschulungen durchgeführt und einheitliche Qualitätsstandards etabliert.

Ergebnis

Die Sanktionsmonitoring-Lösung konnte gemäß dem IT-Servicemanagement-Standard innerhalb von 3 Monaten in den Betrieb überführt werden. Eine vollumfängliche Applikations- und Prozessdokumentation wurde aufgebaut. Die Funktionserweiterungen im Tool wurden fristgerecht in den folgenden Monaten umgesetzt und in Betrieb genommen. Das zentrale Team von initial 6 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurde in Indien aufgebaut und dessen Service in Betrieb genommen.

Trainings, Schulungsunterlagen und Qualitätssicherungsmaßnahmen für die Endnutzer wurden ebenso implementiert wie die Prozess- und Anwendungsdokumentation für den IT-Betrieb.

Andreas

Projektmanager